Beispieltext: Ratgeber Motorradbatterien

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Beispieltext: Ratgeber Motorradbatterien

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Der nachfolgende Beitrag wurde für einen großen Online-Shop aus dem Bereich Motorrad-, Quad- und Rollerersatzteile verfasst. Er ist informativ geschrieben, wirkt nüchtern und soll den Leser auf der rationalen Ebene ansprechen. Obwohl die Abschnitte inhaltlich miteinander verknüpft sind, kann der Leser zwischen den Absätzen hin und herspringen und sich die für ihn interessanten Informationen herauspicken. Es werden verschiedene Batterietypen vorgestellt um die gewonnenen Erkenntnisse im Fazit übersichtlich zusammengefasst. Der Artikel wurde geschrieben, um

  • folgende Keywords abzudecken: Motorradbatterie(n), wartungsfreie Motorradbatterie(n), Blei-Säure-Akku(s), Gel-Batterie(n), Li-Ionen-Akku(s), Lithium-Ionen-Akku(s), Lithium-Ionen-Batterie(n)
  • folgende Zielgruppe anzusprechen: Sachkundige, die auf der Suche nach der richtigen Motorradbatterie sind
  • folgenden Nutzen zu erfüllen: informieren und einen Überblick über die verschiedenen Batterien liefern

Ratgeber Motorradbatterien

Früher war alles besser – oder einfach nur anders? Machen wir uns mal nichts vor, hätte es früher keine Motorräder mit Kickstarter gegeben, bei denen man nicht unbedingt eine Starterbatterie gebraucht hat, hätten die Zeiten mit den seligen Blei-Säure-Akkus wahrscheinlich noch dunkler ausgesehen.

Wartungsfreie Motorradbatterien

Gut 20 Jahre ist es her, dass die ersten MF Batterien am Markt erschienen sind. Welch Fortschritt für uns, denn „MF“ steht für „Maintenance-Free“, also „wartungsfrei“. Statt des nervigen Trichter-Gefummels, gab es ein exakt dosiertes Säurepack, das im Grunde nur noch aufgesetzt werden musste, um die Säure dann ganz von allein ins schwarze Batteriegehäuse zu entleeren. Hin und wieder entstand so aber auch ein „modernes Lochdesign“ in der Jeans, wenn die Säure daneben lief. Nach der Befüllung drückte man noch flink die Verschlussleiste auf die Öffnungen und der Akku war einsatzbereit.

Das nervige Verschlussstopfen-Gefuddel war damit endlich Geschichte und die Bauart sorgte dafür, dass nie wieder Flüssigkeit nachgefüllt werden musste. Doch bedeutete wartungsfrei am Ende nicht, dass man sich um das gute Stück nicht mehr zu kümmern brauchte. Denn natürlich handelte es sich immer noch um einen Blei-Säure-Akku, der im Winter trotz der verschlossenen Bauweise gerne ein wenig Pflege, in Form einer Ladung Strom verlangte, um fit zu bleiben.

Wartungsfreie Batterien: die nächste Stufe

Weitere Jahre vergingen und die Entwicklung trieb die Batterietechnik weiter voran. Die Fortschritte, die folgten, spielten sich größtenteils im Inneren ab und waren daher äußerlich nicht mehr zu sehen. Hatte man zuvor in hohen Mengen Antimon zur Stabilisierung der Bleiplatten verwendet, nutzte man nun Calcium in geringerer Menge für diesen Zweck.

Weniger Gasentwicklung führte zu weniger Wasserverbrauch, die Selbstentladung des Akkus reduzierte sich demnach. Parallel dazu setzte man Glasfaser- oder Vliesmatten in die Gehäuse ein, die wie Löschpapier funktionierten und das Elektrolyt im Inneren binden konnten. Damit war die „AGM“ („Absorbed Glass Mat“) Batterie geboren. Ein Akku, der lageunabhängig verbaut werden konnte.

Die nächste Entwicklungsstufe folgte schnell, denn mit der Verwendung von Kieselsäure ließ man das Innenleben im Akku erstarren. Heraus kam die Gel-Batterie, die eine ungemein praktische Akku-Bauart darstellt und unter Anderem seit Beginn der 2000er Jahre bei BMW im Einsatz ist.

Doch gibt es auch hier gewisse Nachteile. Waren die alten Blei-Säure-Akkus unempfindlich, was die Auswahl ihrer Ladequelle anging, setzten die neuen eine moderne Ladetechnik voraus. Es empfiehlt sich also, das passende Ladegerät zum Akku anzuschaffen. Und mehr noch: Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Batterie auch zum Motorrad passt. Denn viele alte Maschinen liefern genauso unsauberen Strom wie die alten Ladegeräte. Daher ist es auch keine so gute Idee, einen Gel-Akku in ein solch altes Schätzchen einzubauen, da er sich unter Umständen nicht mit dem Lichtmaschinenregler versteht. 

Eine Ausnahme hierbei gibt es jedoch: Die Rein-Blei-Batterie. Auch sie nutzt die AGM-Technik, allerdings mit einer Elektrode aus einer Blei-Zinn-Legierung. Diese Technik wiederum sorgt dafür, dass weniger Innenwiderstand erzeugt wird und der Akku bei einer hohen Stromentnahme nicht so leicht in die Knie geht.

Die vom amerikanischen Hersteller Hawker angebotenen Batterien haben daher einen höheren Startstrom als herkömmliche Akkus, sie sind kältestabiler und verfügen über eine geringere Selbstentladung. Hinzu kommt, dass die Hawker Akkus hohe Ladeströme besser vertragen als andere Modelle und sie auch in Sachen Tiefentladung kein Sensibelchen sind. Größter Nachteil des Ganzen ist aber noch der stramme Preis.

Lithium-Ionen-Akkus

Wer Gewicht sparen und zudem noch eine top Starterhilfe haben möchte, der kommt an der Lithium-Ionen-Batterie nicht vorbei. Gegenüber ihren anderen Batteriekollegen bietet sie gewaltige Vorteile.

Lithium-Ionen-Batterien sind sensationelle zwei Drittel leichter als ihre Konkurrenten. Weil sie keine Säure enthalten, können sie in jeder beliebigen Lage im Motorrad eingebaut werden. Zudem lassen sie sich innerhalb kürzester Zeit wieder aufladen und vertragen dabei unterschiedlichste Ladeströme, bei einer geringen Selbstentladung.

Unschlagbarer Pluspunkt: Die im Motorrad verbauten Lithium-Eisenphosphat-Akku (LiFePO4) gelten – anders als ihre Li-Ion-Schwestern – als ausgesprochen brandsicher.

Glaubt man den Herstellern, haben sie außerdem eine äußerst lange Lebensdauer im Vergleich zum Rest. Einige Anbieter sprechen hier von bis zu 3.000 Aufladezyklen.

Biker müssen jedoch beachten: Lithium-Ionen-Akku wollen mit den passenden Ladegeräten aufgeladen werden. Denn obgleich sie sich bei der Ladespannung mit Blei-Säure-Akkus vergleichen lassen, sind sie deutlich empfindlicher. Zudem sind sie nicht gerade die Meister in Sachen Kälte. Fällt die Temperatur, fällt auch die Leistung der Batterie, was dazu führt, dass sie sich mit ihrer Arbeit schwertut. Die Zielgruppe Winterfahrer ist hier also Außen vor und greift besser auf konventionelle Mittel zurück. Nimmt man sich der wenigen Einschränkungen allerdings an, hat man mit dem LiFePO4 einen super Partner an Bord und spart zudem noch eine Menge Gewicht.

Fazit

Der Blei-Säure-Akku

Der immer noch größte Vorteil des herkömmlichen Blei-Säure-Akkus, ist sein vergleichsweise geringer Preis. Gute Batterien bekommt man bereits ab rund 30 Euro. Dafür steht allerdings ein regelmäßiges Pflegeprogramm auf dem Plan.

Der MF-Akku

Der MF-Akku (wartungsfreie Batterie) ist im Preisvergleich derzeit die beste Alternative zum alten Blei-Säure-Typ. Die Befüllung mit Säure ist recht einfach und auch für Akku-Anfänger leicht zu bewältigen. Die Einstiegspreise liegen bei rund 42 Euro. Die Wartung und Pflege nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Der Gel-Akku

Er macht keinerlei Arbeit und ist in Sachen Handhabung der Gewinner. Auspacken, anschließen und los gehts. Gel-Batterien sind bereits komplett verschlossen und lassen sich in verschiedensten Einbaulagen verbauen. Allerdings kosten sie auch immer noch rund das Dreifache herkömmlicher Batterien.

Der Rein-Blei-Akku

Dieser Batterietyp ist die metaphorische Spitze der Nahrungskette und grundsätzlich vergleichbar mit Gel-Batterien. Sie zeichnet sich allerdings durch die besonders hohen Startströme aus. Der klassische Problemlöser für Ganzjahres- und vor allem auch Winterfahrer. Die Anschaffungskosten sind relativ hoch und liegen zum Teil bei rund 200 Euro.

Der Li-Ionen-Akku

Sein großer Vorteil liegt im extrem geringen Gewicht gekoppelt mit der kompakten Bauform. Zudem hat er eine geringe Selbstentladung. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mag er dafür weniger, denn hier geht ihm schneller der Saft aus. Außerdem muss er – wie der Gel-Akku auch – zum Moped und dem Ladestrom passen. Durch die Anbietervielfalt liegen die Preise mittlerweile bei unter 100 Euro.

Foto: © blogguru
Autor: Torsten Thimm

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